Modultest: Zwei weitere Solarmodule haben PV+Test von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG durchlaufen. Das Solarworld-Modul „Sunmodule Plus SW 245 poly“ schneidet in dem Test mit sehr gut ab, das andere getestete Modul nur mit befriedigend. Die beiden Module waren die ersten, die die neue Testprozedur PV+Test 2.0 durchlaufen haben. Diese enthält im Vergleich zu den vorher gültigen Testbedingungen aus Februar 2011 zusätzliche Verschärfungen bei der Prüfung der Alterungsbeständigkeit, unter anderem einen Test auf Potenzial induzierte Degradation (PID), und eine genauere Bestimmung des Schwachlicht- und Temperaturverhaltens. Da der Test eine Bestenliste ist, können die Hersteller bei schlechten Testergebnissen entscheiden, dass ihr Name nicht veröffentlicht wird. Diese Option hat der Hersteller des mit befriedigend getesteten Moduls gewählt. Lesen sie mehr unter pv-magazine.de
Im April 2012 fand die 6. Beiratssitzung statt, in der die Testbedingungen erweitert und aktualisiert wurden. Unter anderem wird der Damp Heat Test auf 2 x 1.000 Stunden verlängert. Zukünftig werden die Module auf ihre spannungsbedingte Leistungsdegradation (PID) hin getestet.
Module, die die versprochenen 20 Jahre Lebensdauer nicht erreichen, sind der Alptraum eines jeden Kunden und auch Installateurs. PV+Test bietet Orientierung bei der Auswahl der Module. Denn der Modultest bewertet die Produkte nicht nur nach Leistungskriterien, sondern auch nach ihrer Alterungsbeständigkeit, der elektrischen Sicherheit, der Verarbeitung, der Qualität der begleitenden Dokumentation, den Garantiebedingungen und der Montagefreundlichkeit.
Die Kriterien für diese umfassende Bewertung hat ein Industriebeirat diskutiert und verabschiedet, den die Abteilung für Ingenieursdienstleistungen der Solarpraxis AG, die photovoltaik und pv magazine mit herausgibt, einberufen hat. Die Sitzungen waren für alle Hersteller, Prüflabore und andere interessierte Experten aus der Solarwirtschaft offen.
Da diese Tests sehr umfangreich und damit teuer sind, werden sie von den Modulherstellern bezahlt. Trotzdem sind die Tests unabhängig. Dafür steht das akkreditierte Prüflabor des TÜV Rheinland. Die Hersteller haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Sie können lediglich entscheiden, ob die Ergebnisse tatsächlich mit ihrem Namen veröffentlicht werden oder nicht. Werden sie nicht veröffentlicht, gehen sie trotzdem in den Notenspiegel ein. Da verständlicherweise die Hersteller schlecht getesteter Module die Veröffentlichung ablehnen werden, ist PV+Test also eine Bestenliste. Am Notenspiegel erkennen Kunden, wie die veröffentlichten Ergebnisse einzuordnen sind. TÜV Rheinland und Solarpraxis AG führen die Tests kontinuierlich weiter durch und die PV+Test-Liste soll weiter wachsen. Sobald ein neues Modul den Test bestanden hat, veröffentlicht pv magazine Deutschland die Ergebnisse.

Die ausführlichen Testergebnisse sind auf der
pv magazine Deutschland Modultestseite veröffentlicht.
"Armenian FCW Science" übersetzte diesen Bericht ins
Armenische.
Europäische Modultests – unabhängig und fair. Der Photovoltaik-Markt ist inzwischen sehr breit gefächert – und entwickelt sich schnell weiter. Hier brauchen Hand- werker, Anlagenplaner und Verbraucher eine klare Orien- tierung, denn die Vielfalt ist inzwischen undurchschaubar geworden. Es gibt auf dem Markt bereits über 500 Modulhersteller, und auf internationale IEC-Normen allein kann der Kunde sich nicht verlassen. Bisher gab es nur die Tests der Stiftung Warentest, allerdings im Abstand von oft mehreren Jahren. Deshalb hat die Solarpraxis AG zusammen mit Partnern ein unabhängiges Prüfsiegel nach höchsten Standards entwickelt.
Neutrale Produkttests können nur auf Basis einer offenen Diskussion mit Festlegung sinnvoller Kriterien zusammen mit den Herstellern erfolgen. Die Finanzierung der Tests erfolgt durch die Hersteller selbst, die ein Interesse an Transparenz haben und bereit sind, für diese potentielle Verkaufshilfe zu zahlen. Die Durchführung der Tests erfolgt durch das renommierte Prüfinstitut TÜV Rheinland, die Fairness und Neutralität garantiert ein unabhängiger Beirat, der offen ist für Vertreter aller Hersteller und Prüfinstitute. Der Einkauf der zu testenden Module erfolgt anonym oder als Ziehung aus einem Lager oder Container bei ausreichend vorhandener großer Stückzahl(> 300 Module).
Durch die sorgfältige Planung und Durchführung werden die Testergebnisse allen Marktteilnehmern langfristig bei ihrer Orientierung helfen. So können spezifische Vorzüge einzelner Produkte unterstrichen werden, und Hersteller erhalten ebenso die Möglichkeit für gezielte Verbesserungen, wo Bedarf besteht. Die Ergebnisse der Testreihen wurden im Februar 2011 erstmalig und dann in regelmäßiger Folge in den Fachmagazinen der
Solarpraxis AG
photovoltaik (bis März 2013),
pv-magazine.de und
pv magazine.com veröffentlicht.







